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Our common future?

12 May

Liebe Leute,

Nach ein paar sehr spannenden Diskussion machen wir eine kleine Pause mit unseren Diskussionsrunden, weil sich ein paar von uns gerade auf ihre Diplomarbeiten konzentrieren müssen/wollen/dürfen (endlich!). D.h. wir haben für die Zukunft der Diskussionsgruppe noch nichts Konkretes geplant, wollen aber trotzdem sehr gern weitermachen. Es gibt zwei wichtige Meldungen:

  1. Da wir eben noch kein konkretes neues Diskussionsthema und keinen neuen Termin haben, seid ihr herzlich eingeladen, um hier eure Vorschläge zu posten. Hoffentlich können wir auch irgendwann noch ein Forum einrichten.
  2. Der Name der Diskussionsgruppe ist für manche Leute nicht ganz unproblematisch, da er ein gewisses Naheverhältnis zum Spartakusbund und/oder den “Spartakisten” zu suggerieren scheint. Der Name der Gruppe wurde eigentlich nicht aus diesem Grund gewählt – er bezieht sich vielmehr auf den Anführer eines Sklavenaufstands im Römischen Reich (der allerdings wiederum namensgebend für den Spartakusbund war). Für die Diskussionsgruppe in Wien wäre natürlich – wenn es der Wunsch mehrerer Personen ist – eine Namensänderung möglich. Falls also jemand Ideen hat, bitte auch posten oder ein E-Mail an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

Wir hoffen, auch in Zukunft gut miteinander diskutieren zu können und weiterhin so ein angenehmes Diskussionsklima zu haben.

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Verkehr und Mobilität

31 Mar

Unsere nächste Diskussion dreht sich um Verkehr und Mobilität.

  • Was sind die Motivationen hinter der Entwicklung von Verkehr und Mobilität, die zum Status Quo geführt haben?
  • Welche Gründe gibt es für Verkehr und Mobilität? Warum ist für uns Mobilität so wichtig?
  • Was sind die Motivationen, die individuell zur Verwendung eines Automobils beitragen? (Herausfordernde These: „Es ist nur ein Suchtverhalten“)
  • Gibt es ein zufriedenstellendes System öffentlicher Verkehrsmittel, das zeitgemäß ist und kosteneffizient zu betreiben ist? Wie könnte so ein System aussehen?
  • Gibt es Alternativen zu Langstrecken-Transporten? Wie lässt sich der ländliche Raum erschließen?
  • Welche Alternativen gibt es im Bereich Verkehr und Mobilität überhaupt? Was ist technisch bereits möglich, wird aber – aus verschiedensten Gründen – nicht umgesetzt? Warum werden diese Möglichkeiten nicht umgesetzt?

Wir laden euch herzlich ein zur

Diskussion am Donnerstag, den 26. April 2012, von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr, im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8, 1070 Wien.

Referenzen, Literatur und Links zur Vorbereitung und Vertiefung der Diskussion könnt ihr wie immer an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

  • Dilger, Gerhard (2012): “Das Auto arbeitet dem öffentlichen Verkehr zu”. In: Der Standard, 23.02.2012, online
  • IKS (1992): Verkehrschaos – Spiegelbild kapitalistischer Anarchie. In: Weltrevolution, 56, online

Was ist Geld?

16 Mar

Unsere nächste Diskussion dreht sich um das Thema “Geld”. Geld ist in unserer Gesellschaft für das Überleben eine absolute Notwendigkeit, und jede(r), der/die schon einmal in Geldnöten gesteckt ist, weiß, welche großen Probleme und Sorgen daraus entstehen. Wenn man sich z.B. als StudentIn oder WenigverdienerIn keinen Laptop leisten, sich nicht nach der neuesten Mode kleiden, sich im Winter keine Heizung, sich nicht hin und wieder einen Bar- oder Restaurantbesuch mit FreundInnen leisten kann, bedeutet dies meist nicht nur eine materielle Sorge, sondern es kann durchaus auch zu gesellschaftlicher Ausgrenzung führen. Auf der anderen Seite können wir immer wieder in den Zeitungen Rankings von den reichsten Personen der Welt lesen. Ob wir nun viel oder wenig Geld besitzen, ob wir mit unseren Finanzen zufrieden sind oder nicht – die Menge an Geld, über die wir verfügen, entscheidet, welches Leben wir führen (können). Die Frage nach Geld begleitet uns also in unserem Leben ständig. Das spiegelt sich in vielen “kulturellen” Erscheinungen wider. Wer kennt nicht z.B. das Lied “Money, Money, Money” von ABBA? Die Wichtigkeit von Geld in unserem Leben zeigt sich außerdem auch darin, dass wir für Geld (zumindest im Deutschen) sehr viele Bezeichnungen – teilweise “Kosenamen” – verwenden: Wir bekommen von unserem/unserer ArbeitgeberIn den “Kies”, wir reichen dem/der KassierIn den “Zaster” hin, wir leihen einem/einer FreundIn “Knete”, wir bezahlen für ein Bier nur “Peanuts”, die Polizei beschlagnahmt “Blüten”, wir philosophieren darüber, dass uns “der schnöde Mammon” auch nicht glücklich macht, etc.

Aber was ist Geld überhaupt? Zeigt Geld bloß einen gewissen Tauschwert an? Ist dieser Tauschwert auf der ganzen Welt derselbe, oder hängt er mit persönlichen, kulturellen und sozialen Bedürfnissen zusammen? Was ist überhaupt ein “Bedürfnis”, und ist eine Unterscheidung in Grund- und Luxusbedürfnisse möglich? Hängen Bedürfnisse wiederum vom kulturellen/sozialen Kontext ab? Wie erhält ein Stück Papier oder Metall überhaupt einen Wert, und wer entscheidet darüber? Wozu dient Geldpolitik?

Wir laden euch herzlich ein zur

Diskussion über “Was ist Geld?” am Dienstag (!!), den 27. März 2012, von 19.30 Uhr bis 22 Uhr, im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien).

Links und Literatur wie immer gern an diskussionsgruppespartacus@gmail.com, oder einfach hier posten.

Wirtschaftskrise

9 Jan

Die Wirtschaftskrise geht uns alle an. Sie hat unzählige soziale Folgen, die wir in unserem Alltag spüren. Ein Mangel an verfügbarem Geld führt zu Phänomenen wie Qualitätsverlust in mehreren Sektoren der Wirtschaft bzw. der öffentlichen und privaten Infrastruktur, z.B. bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, der medizinischen Versorgung, der Bildung…  verminderte Sicherheit in der Industrie und Energiesektor… aber auch wenigeren Chancen auf dem Arbeits- und Bildungsmarkt, wachsende Armut, mehr Arbeitsstress… und noch vielen anderen tiefergehenden Konsequenzen.

Wir werden heutzutage überladen von Informationen über die wirtschaftliche Krise, Sparpaketen, AAAs und AA-Plussen, Schulden und Schuldenbremsen, u.ä. Aber worüber geht das alles? Was ist Wirtschaft und was ist eine Wirtschaftskrise? Wie ist die heutige entstanden? Ist es die Schuld des Finanzkapitals, des Euro, der Griechen, der Habsucht, des Neoliberalismus oder des Kapitalismus? Was für eine Krise erleben wir heute? Welche Folgen hat sie? Ist sie wirklich so schlimm oder ist sie aufgeblasen? Wird eine Reichensteuer/Millionärsteuer die Krise lösen? Kann die Krise überhaupt gelöst werden?

Diskussion über die Wirtschaftskrise

am Donnerstag, 23. Februar 2012,

von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr,

im Amerlinghaus (Stiftgasse 8, 1070 Wien).

Ob du nun viel oder wenig über die Wirtschaft verstehst: Jede und jeder ist herzlich wilkommen, um mit zu diskutieren.

Einige Referenzen. Andere Literatur und Links könnt ihr immer schicken an diskussionsgruppespartacus@gmail.com.

Nächste Diskussion

22 Dec

Da ein paar Leute aus Zürich gern an unserer nächsten Diskussion teilnehmen würden, sollten wir den Termin relativ bald festlegen. Da es (bisher) keine neuen Themenvorschläge gab, wird die Diskussion wohl um die Wirtschaftskrise(n) gehen.

Noch ein Bild zur Einstimmung:

(aus: http://fifot.wordpress.com/galerien/galerie17/)

Schöne Feiertage! Wir sehen uns im neuen Jahr.

Nächste Diskussion?

9 Dec

Thema, Termin, ModeratorIn?

Die gestrige Diskussion (8.12.2011) über Nationalismus war wieder sehr kontrovers, spannend und interessant, und ließ doch so einige Fragen offen. Wir freuen uns bereits sehr auf unser nächstes Treffen! Dieses wird allerdings erst im Februar oder März stattfinden, weil der Jänner wohl für die meisten von uns sehr arbeitsreich und stressig sein wird. Es stehen mehrere Themen und Termine zur Auswahl, über die wir hier gemeinsam abstimmen können, sodass die meisten damit einverstanden sind. Je nach Thema bräuchten wir außerdem noch jemanden, der die Ankündigung und Einleitung der Diskussion übernimmt.

Themenvorschläge:

  • Die wirtschaftliche Krise (hatte bei einer kurzen Umfrage gestern die meisten Stimmen)
  • Gender (und Politik?)
  • Demokratie
  • Utopien
  • Landwirtschaft (ev. ein Teilbereich daraus? “Landwirtschaft” an sich ist wohl ein bisschen breit gefasst)
  • Der Nationalsozialismus und seine Folgen (auf Österreich?)
  • Kunst und Kultur (ev. die Rolle von Kulturschaffenden in der Gesellschaft?)

Terminvorschläge:

  • Do., 2. Februar 2012
  • Do., 23. Februar 2012
  • Do., 1. März 2012

Natürlich sind auch andere Themen- und Terminvorschläge möglich. Postet bitte einfach, was euch am liebsten wäre, und gebt Präferenzen an!

Nationalismus

25 Nov

Die Wurzeln des Nationalismus gehen weit zurück in die Zeit, als Menschen noch in Stammesverbänden lebten. Innerhalb dieses Verbandes waren viele jener Gefühle lebendig, die auch im Zusammenhang mit Nationalismus eine Rolle spielen, eine starke, oft auch religiös begründete Loyalität zum Anführer, Stolz auf die eigenen Herkunft und Distanzierung, ja manchmal sogar Hass gegenüber Außenstehenden. Vor allem aber im 19. Jahrhundert, insbesondere infolge der Februarrevolution 1848, erlebte der Nationalismus einen großen Aufschwung. Als Nationalismus kann man eine Geisteshaltung bezeichnen, die der eigene Nation einen hohen, wenn nicht den höchsten Stellwert beimisst.

Leitfragen:

  • Welche Probleme ergeben sich, wenn andere Nationen als minderwertig betrachtet werden?
  • Ist eine „gesunde“ Form des Patriotismus schon eine Vorstufe zum Nationalismus? Gibt es überhaupt “gesunden” Patriotismus?
  • Welche Formen von Nationalismus gibt es?
  • Ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, sich von anderen abgrenzen zu wollen?
  • Fördern  Patriotismus und Vaterlandsliebe ein Bewusstsein, möglichst die ganze Welt nach den Vorstellungen einer bestimmten Nation zu formen?
  • Darf ein/e Österreicher/in aufgrund seiner/ihrer Geschichte überhaupt patriotisch veranlagt sein?
  • Ist der Nationalismus in Zeiten der Europäischen Union noch zeitgemäß?
  • Warum verwenden diverse Parteien sehr oft nationalistisch angehauchte Wahlkampfslogans, um Wähler/innen an sich zu binden? z.B.„Unser Geld für unsere Leut!“ – „Griechenland raus aus der EU“ (Gibt es auch “EU-Nationalismus”?) – „Daham statt Islam“

weiterführende Fragen:

  • Was bedeutet “Nationalismus” überhaupt? Woraus setzt sich eine “Nation” zusammen?
  • Welche Rolle spielten Nationalismen in den Befreiungskämpfen der Kolonialstaaten/abhängiger (Teil-)Staaten?
  • Inwiefern ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit dem Konzept der Nation verbunden?
  • Welche Vorteile könnten sich (aus Sicht der Beteiligten) aus Sezessionsbestrebungen bzw. der Gründung einer eigenen Nation ergeben?
  • Kann Nationalismus in bestimmten Zusammenhängen emanzipierend wirken?

Diskussion über Nationalismus

Wann?

Donnerstag 8 Dezember 2011, von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Wo?

Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Referenzen:

Literatur und Links könnt ihr immer an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

Bildung

29 Oct

Das Thema “Bildung” ist in Österreich seit einigen Jahren, insbesondere seit dem Versuch, Studiengebühren einzuführen, sozusagen “heiß umfehdet und wild umstritten”. Sämtliche Bereiche der Bildung, primäre, sekundäre und tertiäre, werden von Seiten der Politik, aber auch der SchülerInnen, Lehrenden und StudentInnen, immer wieder aufs Tapet gebracht, weil es an Ressourcen, aber oftmals auch an Verständnis für die teils prekären Situationen an den Schulen und Unis fehlt. Welche konkreten Probleme gibt es im Bildungssystem? Wie äußern sich diese? Welche alternativen Ideen dazu gibt es? Welche Konzepte gibt es zu Bildung? Wem nützt Bildung etwas, und wer soll dafür bezahlen

Einige Impulsfragen:

  • Vor 2 Wochen endete das Volksbegehren “Österreich darf nicht sitzen bleiben” mit einer Beteiligung von über 380.000 Unterschriften. Bildung ist zur Zeit ein heißes Thema. Woran kann es liegen, dass  jede/r vierte SchülerIn nicht mehr sinnerfassend lesen kann? Was sind die Konsequenzen?
  • Ist dieser Mangel an grundlegenden Fähigkeiten schuld, dass sich immer weniger Leute für Dinge wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte etc interessieren?
  • Sind diese Interessen wirklich am verschwinden oder sieht es nur manchmal so aus? Kann man angesichts von Initiativen wie Bildungsdemos, Hörsaalbesetzungen, Volksbegehren etc von schwindendem Interesse sprechen?
  • Wer hat überhaupt ein Interesse an einem hohen Bildungsstandard? Hauptsächlich der/die Einzelne? Der Staat? Arbeitgeber? Und wer ist dafür verantwortlich, ihre Verfügbarkeit zu garantieren?
  • Sind gebildete Menschen die besseren Demokraten?
  • Wer bestimmt, wer sich bilden darf und wer nicht? Soll sich Jede/r unbegrenzt bilden dürfen? Wenn nicht: wo sollen die Grenzen sein? Und wenn ja: Ist ein Zugang nur dann wirklich frei, wenn er kein Geld kostet?
  • Warum werden Kinder von Akademikern selbst auch eher Akademiker, während Kinder aus so genannten bildungsfernen Schichten seltener den Weg an eine Hochschule finden? Ist diese Reproduktion der sozialen Verhältnisse problematisch? Wenn ja, was könnten Lösungen sein?
  • Ist man mit 10 Jahren noch zu jung, um sich zwischen verschiedenen Schultypen zu entscheiden?
  • Wie leicht oder wie schwierig ist es, im späteren Verlauf noch zu wechseln?
  • Zielen diese Systemdiskussionen vielleicht sogar alle am Kern der Probleme vorbei? Liegt es in Wirklichkeit vielleicht eher daran, WIE Bildung vermittelt wird?
  • Sind heutige Unterrichtsmethoden noch zeitgemäß? Würde es helfen, wenn sich mehr Lehrende um weniger Lernende kümmern müssten?
  • Und wie wird mit denen umgegangen die nicht ins Schema vom “normalen” oder “gesunden” Kind passen?
  • In Wien gibt es so gut wie keine Sonderschulen mehr, alle Kinder, auch so genannte “Härtefälle” werden gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. In Niederösterreich ist die Situation genau umgekehrt. Dort wird eher versucht, Kinder die “aus dem Rahmen fallen” getrennt von den Anderen zu unterrichten. Welche Vorteile haben die jeweiligen Systeme? Und welche Nachteile? Welche Mittelwege wären denkbar?
  • Wege und Möglichkeiten zur Veränderung gäbe es viele, aber wie kann man wirklich etwas bewegen? Welche Rolle haben die Hörsaalbesetzungen und Demonstrationen für die Entwicklung des Fortschrittes gespielt? Was war positiv, was negativ? Wie hätte mehr erreicht werden können? Ist die “Uni brennt” – Bewegung gescheitert? Oder war sie ein Wegbereiter?

Das Thema “Bildung” wirft sehr viele Fragen auf, und betrifft auch einige von uns persönlich. Aus diesem Grund laden wir euch herzlich ein zur

Diskussion über Bildung

Wann?

Donnerstag 24 November 2011, von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Wo?

Café Rosa, Währingerstraße 18, 1090 Wien

Referenzen:

Literatur und Links könnt ihr immer an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

Allgemein:

Studentenprotest:

Ethisch korrektes Leben

20 Oct

„Ethisch korrektes Leben“ – ein Begriff, der momentan in aller Munde ist. Bio- und Fairtrade-Produkte erleben einen wahren Boom und sind selbst aus den Regalen von Discount-Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Große Konzerne wie Unilever und Regierungen implementieren “Corporate Sociale Responsibility” -Strategien und engagieren sich für die Förderung nachhaltiger sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklung, und Privathaushalte können sich zwischen grünem und „herkömmlichem“ Strom entscheiden. Alles nur Etikettenschwindel?­ Wie biologisch ist ein Apfel, der aus Frankreich nach Österreich importiert wird? Für wen ist Fairtrade fair? Für die ProduzentInnen im globalen Süden, für die Handelsunternehmen, oder für die KonsumentInnen? Wie umweltverträglich ist ein Waschmittel, das nur aus natürlichen Stoffen hergestellt wurde? Wie grün ist der Strom, der aus unserer Streckdose kommt? Welche Sicherheit, dass die Produkte, die wir kaufen, auch diejenigen sind, für die wir sie halten, können wir in diesem Dickicht aus unterschiedlichsten Gütesiegeln und Labels überhaupt haben? Wie viel Profit bedeutet „ethisch korrekte Produktion“ für die Unternehmen? Welche Funktion haben wir KonsumentInnen? Machen wir mit dem Konsum ethisch korrekter Produkte, die oftmals empfindlich teurer als herkömmliche Produkte sind, die Welt wirklich besser, wie uns vielfach versprochen wird? Oder müssen wir uns doch mit der Einsicht begnügen, dass der einzige Kaufgrund für Bio- und Fairtrade-Produkte ist, dass sie vielleicht ein bisschen besser für unsere Gesundheit als herkömmliche Produkte sein können (nicht zwangsläufig müssen), aber dass wir die Welt damit nicht retten können? Erkaufen wir uns damit möglicherweise ein Stück weit ein gutes Gewissen? Wie wirkt sich ethische Produktion, ethischer Handel und Konsum auf die wirtschaftlichen Verhältnisse aus? Kommt es im Bereich herkömmlich hergestellter Produkte zu einem verstärkten Preisdumping? Kann der Markt für ethisch korrekte Produkte als autonomer Markt neben dem „normalen“ Markt bestehen? Ist dieser Protektionismus ein Gewinn für ProduzentInnen, Unternehmen und KonsumentInnen? Kann sich daraus die gesamte Produktion ändern? Wie viel individuelle Verantwortlichkeit für die Gesellschaft (durch den Konsum ethisch korrekter Produkte) tragen wir letztendlich wirklich bzw. sind wir imstande zu tragen?

Diskussionsveranstaltung über ethisches Produzieren, Handeln und Konsumieren

am Dienstag, 25. Oktober 2011, um 19.30 Uhr im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8, 1070 Wien

Jeder ist herzlich wilkommen um mit zu Diskutieren.

Mehr Informationen über die Diskussionsgruppe kannst du hier finden.

Einige referenzen. Andere Literatur und Links können sie immer schicken nach diskussionsgruppespartacus@gmail.com.