Nächste Diskussion

22 Dec

Da ein paar Leute aus Zürich gern an unserer nächsten Diskussion teilnehmen würden, sollten wir den Termin relativ bald festlegen. Da es (bisher) keine neuen Themenvorschläge gab, wird die Diskussion wohl um die Wirtschaftskrise(n) gehen.

Noch ein Bild zur Einstimmung:

(aus: http://fifot.wordpress.com/galerien/galerie17/)

Schöne Feiertage! Wir sehen uns im neuen Jahr.

Advertisements

Bericht – Nationalismus

12 Dec
Diskussion vom 08.12.2011, Wien

Der Bericht über die Diskussion zu „Nationalismus“ ist eine Zusammenschau der unterschiedlichen Meinungen, Ideen und Fragen, die während der Diskussion geäußert wurden, ist aber dennoch nicht als „neutral“ anzusehen, da natürlich auf die eine oder andere Weise meine eigenen Ansichten zu dem Thema auch im Text verwoben sind. „Neutralität“ ist meiner Meinung nach in politischen Diskursen weder möglich noch wirklich erstrebenswert, weil Reflexion und eine damit verbundene Revidierung oder Erweiterung der eigenen Ansichten und Ideen über unterschiedlichste Themen nur dann stattfinden kann, wenn man eben schon bestimmte Ansichten vertritt. In diesem Sinne steht auch dieser Bericht offen zur weiteren Diskussion und ist nichts „Festgeschriebenes“.

Raffaela, 12.12.2011

Continue reading

Nächste Diskussion?

9 Dec

Thema, Termin, ModeratorIn?

Die gestrige Diskussion (8.12.2011) über Nationalismus war wieder sehr kontrovers, spannend und interessant, und ließ doch so einige Fragen offen. Wir freuen uns bereits sehr auf unser nächstes Treffen! Dieses wird allerdings erst im Februar oder März stattfinden, weil der Jänner wohl für die meisten von uns sehr arbeitsreich und stressig sein wird. Es stehen mehrere Themen und Termine zur Auswahl, über die wir hier gemeinsam abstimmen können, sodass die meisten damit einverstanden sind. Je nach Thema bräuchten wir außerdem noch jemanden, der die Ankündigung und Einleitung der Diskussion übernimmt.

Themenvorschläge:

  • Die wirtschaftliche Krise (hatte bei einer kurzen Umfrage gestern die meisten Stimmen)
  • Gender (und Politik?)
  • Demokratie
  • Utopien
  • Landwirtschaft (ev. ein Teilbereich daraus? “Landwirtschaft” an sich ist wohl ein bisschen breit gefasst)
  • Der Nationalsozialismus und seine Folgen (auf Österreich?)
  • Kunst und Kultur (ev. die Rolle von Kulturschaffenden in der Gesellschaft?)

Terminvorschläge:

  • Do., 2. Februar 2012
  • Do., 23. Februar 2012
  • Do., 1. März 2012

Natürlich sind auch andere Themen- und Terminvorschläge möglich. Postet bitte einfach, was euch am liebsten wäre, und gebt Präferenzen an!

Nationalismus

25 Nov

Die Wurzeln des Nationalismus gehen weit zurück in die Zeit, als Menschen noch in Stammesverbänden lebten. Innerhalb dieses Verbandes waren viele jener Gefühle lebendig, die auch im Zusammenhang mit Nationalismus eine Rolle spielen, eine starke, oft auch religiös begründete Loyalität zum Anführer, Stolz auf die eigenen Herkunft und Distanzierung, ja manchmal sogar Hass gegenüber Außenstehenden. Vor allem aber im 19. Jahrhundert, insbesondere infolge der Februarrevolution 1848, erlebte der Nationalismus einen großen Aufschwung. Als Nationalismus kann man eine Geisteshaltung bezeichnen, die der eigene Nation einen hohen, wenn nicht den höchsten Stellwert beimisst.

Leitfragen:

  • Welche Probleme ergeben sich, wenn andere Nationen als minderwertig betrachtet werden?
  • Ist eine „gesunde“ Form des Patriotismus schon eine Vorstufe zum Nationalismus? Gibt es überhaupt “gesunden” Patriotismus?
  • Welche Formen von Nationalismus gibt es?
  • Ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, sich von anderen abgrenzen zu wollen?
  • Fördern  Patriotismus und Vaterlandsliebe ein Bewusstsein, möglichst die ganze Welt nach den Vorstellungen einer bestimmten Nation zu formen?
  • Darf ein/e Österreicher/in aufgrund seiner/ihrer Geschichte überhaupt patriotisch veranlagt sein?
  • Ist der Nationalismus in Zeiten der Europäischen Union noch zeitgemäß?
  • Warum verwenden diverse Parteien sehr oft nationalistisch angehauchte Wahlkampfslogans, um Wähler/innen an sich zu binden? z.B.„Unser Geld für unsere Leut!“ – „Griechenland raus aus der EU“ (Gibt es auch “EU-Nationalismus”?) – „Daham statt Islam“

weiterführende Fragen:

  • Was bedeutet “Nationalismus” überhaupt? Woraus setzt sich eine “Nation” zusammen?
  • Welche Rolle spielten Nationalismen in den Befreiungskämpfen der Kolonialstaaten/abhängiger (Teil-)Staaten?
  • Inwiefern ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit dem Konzept der Nation verbunden?
  • Welche Vorteile könnten sich (aus Sicht der Beteiligten) aus Sezessionsbestrebungen bzw. der Gründung einer eigenen Nation ergeben?
  • Kann Nationalismus in bestimmten Zusammenhängen emanzipierend wirken?

Diskussion über Nationalismus

Wann?

Donnerstag 8 Dezember 2011, von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Wo?

Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien

Referenzen:

Literatur und Links könnt ihr immer an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

Bericht – Bildung

25 Nov
Diskussion vom 24.11.2011, Wien

Die Diskussion zum Thema „Bildung“ umfasste mehrere Begriffe von Bildung. Einerseits ging es um Bildung im klassischen Sinn, d.h. Bildung in der Schule (primäre und sekundäre Stufe) und an der Universität (tertiäre Stufe), andererseits auch um Bildung im Sinne einer Erziehung zu einem weltoffenen, interessierten Menschen.

Continue reading

Einleitung – Bildung

25 Nov
Diskussion vom 24.11.2011, Wien

Vor 2 Wochen endete das Volksbegehren “Österreich darf nicht sitzen bleiben” mit einer Beteiligung von über 380.000 Unterschriften. Bildung ist zur Zeit ein heißes Thema. Woran kann es liegen, dass  jede/r vierte SchülerIn nicht mehr sinnerfassend lesen kann? Was sind die Konsequenzen?

Ist dieser Mangel an grundlegenden Fähigkeiten schuld, dass sich immer weniger Leute für Dinge wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte etc interessieren?

Sind diese Interessen wirklich am verschwinden oder sieht es nur manchmal so aus? Kann man angesichts von Initiativen wie Bildungsdemos, Hörsaalbesetzungen, Volksbegehren etc von schwindendem Interesse sprechen? Continue reading

Bildung

29 Oct

Das Thema “Bildung” ist in Österreich seit einigen Jahren, insbesondere seit dem Versuch, Studiengebühren einzuführen, sozusagen “heiß umfehdet und wild umstritten”. Sämtliche Bereiche der Bildung, primäre, sekundäre und tertiäre, werden von Seiten der Politik, aber auch der SchülerInnen, Lehrenden und StudentInnen, immer wieder aufs Tapet gebracht, weil es an Ressourcen, aber oftmals auch an Verständnis für die teils prekären Situationen an den Schulen und Unis fehlt. Welche konkreten Probleme gibt es im Bildungssystem? Wie äußern sich diese? Welche alternativen Ideen dazu gibt es? Welche Konzepte gibt es zu Bildung? Wem nützt Bildung etwas, und wer soll dafür bezahlen

Einige Impulsfragen:

  • Vor 2 Wochen endete das Volksbegehren “Österreich darf nicht sitzen bleiben” mit einer Beteiligung von über 380.000 Unterschriften. Bildung ist zur Zeit ein heißes Thema. Woran kann es liegen, dass  jede/r vierte SchülerIn nicht mehr sinnerfassend lesen kann? Was sind die Konsequenzen?
  • Ist dieser Mangel an grundlegenden Fähigkeiten schuld, dass sich immer weniger Leute für Dinge wie Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Geschichte etc interessieren?
  • Sind diese Interessen wirklich am verschwinden oder sieht es nur manchmal so aus? Kann man angesichts von Initiativen wie Bildungsdemos, Hörsaalbesetzungen, Volksbegehren etc von schwindendem Interesse sprechen?
  • Wer hat überhaupt ein Interesse an einem hohen Bildungsstandard? Hauptsächlich der/die Einzelne? Der Staat? Arbeitgeber? Und wer ist dafür verantwortlich, ihre Verfügbarkeit zu garantieren?
  • Sind gebildete Menschen die besseren Demokraten?
  • Wer bestimmt, wer sich bilden darf und wer nicht? Soll sich Jede/r unbegrenzt bilden dürfen? Wenn nicht: wo sollen die Grenzen sein? Und wenn ja: Ist ein Zugang nur dann wirklich frei, wenn er kein Geld kostet?
  • Warum werden Kinder von Akademikern selbst auch eher Akademiker, während Kinder aus so genannten bildungsfernen Schichten seltener den Weg an eine Hochschule finden? Ist diese Reproduktion der sozialen Verhältnisse problematisch? Wenn ja, was könnten Lösungen sein?
  • Ist man mit 10 Jahren noch zu jung, um sich zwischen verschiedenen Schultypen zu entscheiden?
  • Wie leicht oder wie schwierig ist es, im späteren Verlauf noch zu wechseln?
  • Zielen diese Systemdiskussionen vielleicht sogar alle am Kern der Probleme vorbei? Liegt es in Wirklichkeit vielleicht eher daran, WIE Bildung vermittelt wird?
  • Sind heutige Unterrichtsmethoden noch zeitgemäß? Würde es helfen, wenn sich mehr Lehrende um weniger Lernende kümmern müssten?
  • Und wie wird mit denen umgegangen die nicht ins Schema vom “normalen” oder “gesunden” Kind passen?
  • In Wien gibt es so gut wie keine Sonderschulen mehr, alle Kinder, auch so genannte “Härtefälle” werden gemeinsam in einer Klasse unterrichtet. In Niederösterreich ist die Situation genau umgekehrt. Dort wird eher versucht, Kinder die “aus dem Rahmen fallen” getrennt von den Anderen zu unterrichten. Welche Vorteile haben die jeweiligen Systeme? Und welche Nachteile? Welche Mittelwege wären denkbar?
  • Wege und Möglichkeiten zur Veränderung gäbe es viele, aber wie kann man wirklich etwas bewegen? Welche Rolle haben die Hörsaalbesetzungen und Demonstrationen für die Entwicklung des Fortschrittes gespielt? Was war positiv, was negativ? Wie hätte mehr erreicht werden können? Ist die “Uni brennt” – Bewegung gescheitert? Oder war sie ein Wegbereiter?

Das Thema “Bildung” wirft sehr viele Fragen auf, und betrifft auch einige von uns persönlich. Aus diesem Grund laden wir euch herzlich ein zur

Diskussion über Bildung

Wann?

Donnerstag 24 November 2011, von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr

Wo?

Café Rosa, Währingerstraße 18, 1090 Wien

Referenzen:

Literatur und Links könnt ihr immer an diskussionsgruppespartacus@gmail.com schicken.

Allgemein:

Studentenprotest:

Bericht – Ethisch korrektes Leben

29 Oct
Diskussion vom 25 Oktober 2011, Wien

Der Bericht der Diskussion über “Ethisch korrektes Leben” wurde auf Englisch gemacht und kann auf der englischsprachige Website gefunden werden.

Einleitung – Ethisch korrektes Leben

25 Oct
Diskussion vom 25 Oktober 2011, Wien

„Ethisch korrektes Leben“ – ein Begriff, der momentan in aller Munde ist. Bio- und Fairtrade-Produkte erleben einen wahren Boom und sind selbst aus den Regalen von Discount-Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Große Konzerne wie Unilever und Regierungen implementieren CSR-Strategien und engagieren sich für die Förderung nachhaltiger sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklung, und Privathaushalte können sich zwischen grünem und „herkömmlichem“ Strom entscheiden. Alles nur Etikettenschwindel?­ Wie biologisch ist ein Apfel, der aus Frankreich nach Österreich importiert wird? Für wen ist Fair trade fair? Für die ProduzentInnen im globalen Süden, für die Handelsunternehmen, oder für die KonsumentInnen? Wie umweltverträglich ist ein Waschmittel, das nur aus natürlichen Stoffen hergestellt wurde? Wie grün ist der Strom, der aus unserer Streckdose kommt? Welche Sicherheit, dass die Produkte, die wir kaufen, auch diejenigen sind, für die wir sie halten, können wir in diesem Dickicht aus unterschiedlichsten Gütesiegeln und Labels überhaupt haben? Wie viel Profit bedeutet „ethisch korrekte Produktion“ für die Unternehmen? Welche Funktion haben wir KonsumentInnen? Machen wir mit dem Konsum ethisch korrekter Produkte, die oftmals empfindlich teurer als herkömmliche Produkte sind, die Welt wirklich besser, wie uns vielfach versprochen wird? Oder müssen wir uns doch mit der Einsicht begnügen, dass der einzige Kaufgrund für Bio- und Fair trade-Produkte ist, dass sie vielleicht ein bisschen besser für unsere Gesundheit als herkömmliche Produkte sein können (nicht zwangsläufig müssen), aber dass wir die Welt damit nicht retten können? Erkaufen wir uns damit möglicherweise ein Stück weit ein gutes Gewissen? Wie wirkt sich ethische Produktion, ethischer Handel und Konsum auf die wirtschaftlichen Verhältnisse aus? Kommt es im Bereich herkömmlich hergestellter Produkte zu einem verstärkten Preisdumping? Kann der Markt für ethisch korrekte Produkte als autonomer Markt neben dem „normalen“ Markt bestehen? Ist dieser Protektionismus ein Gewinn für ProduzentInnen, Unternehmen und KonsumentInnen? Kann sich daraus die gesamte Produktion ändern? Wie viel individuelle Verantwortlichkeit für die Gesellschaft (durch den Konsum ethisch korrekter Produkte) tragen wir letztendlich wirklich bzw. sind wir imstande zu tragen? Continue reading

Ethisch korrektes Leben

20 Oct

„Ethisch korrektes Leben“ – ein Begriff, der momentan in aller Munde ist. Bio- und Fairtrade-Produkte erleben einen wahren Boom und sind selbst aus den Regalen von Discount-Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Große Konzerne wie Unilever und Regierungen implementieren “Corporate Sociale Responsibility” -Strategien und engagieren sich für die Förderung nachhaltiger sozialer, ökonomischer und ökologischer Entwicklung, und Privathaushalte können sich zwischen grünem und „herkömmlichem“ Strom entscheiden. Alles nur Etikettenschwindel?­ Wie biologisch ist ein Apfel, der aus Frankreich nach Österreich importiert wird? Für wen ist Fairtrade fair? Für die ProduzentInnen im globalen Süden, für die Handelsunternehmen, oder für die KonsumentInnen? Wie umweltverträglich ist ein Waschmittel, das nur aus natürlichen Stoffen hergestellt wurde? Wie grün ist der Strom, der aus unserer Streckdose kommt? Welche Sicherheit, dass die Produkte, die wir kaufen, auch diejenigen sind, für die wir sie halten, können wir in diesem Dickicht aus unterschiedlichsten Gütesiegeln und Labels überhaupt haben? Wie viel Profit bedeutet „ethisch korrekte Produktion“ für die Unternehmen? Welche Funktion haben wir KonsumentInnen? Machen wir mit dem Konsum ethisch korrekter Produkte, die oftmals empfindlich teurer als herkömmliche Produkte sind, die Welt wirklich besser, wie uns vielfach versprochen wird? Oder müssen wir uns doch mit der Einsicht begnügen, dass der einzige Kaufgrund für Bio- und Fairtrade-Produkte ist, dass sie vielleicht ein bisschen besser für unsere Gesundheit als herkömmliche Produkte sein können (nicht zwangsläufig müssen), aber dass wir die Welt damit nicht retten können? Erkaufen wir uns damit möglicherweise ein Stück weit ein gutes Gewissen? Wie wirkt sich ethische Produktion, ethischer Handel und Konsum auf die wirtschaftlichen Verhältnisse aus? Kommt es im Bereich herkömmlich hergestellter Produkte zu einem verstärkten Preisdumping? Kann der Markt für ethisch korrekte Produkte als autonomer Markt neben dem „normalen“ Markt bestehen? Ist dieser Protektionismus ein Gewinn für ProduzentInnen, Unternehmen und KonsumentInnen? Kann sich daraus die gesamte Produktion ändern? Wie viel individuelle Verantwortlichkeit für die Gesellschaft (durch den Konsum ethisch korrekter Produkte) tragen wir letztendlich wirklich bzw. sind wir imstande zu tragen?

Diskussionsveranstaltung über ethisches Produzieren, Handeln und Konsumieren

am Dienstag, 25. Oktober 2011, um 19.30 Uhr im Amerlinghaus in der Stiftgasse 8, 1070 Wien

Jeder ist herzlich wilkommen um mit zu Diskutieren.

Mehr Informationen über die Diskussionsgruppe kannst du hier finden.

Einige referenzen. Andere Literatur und Links können sie immer schicken nach diskussionsgruppespartacus@gmail.com.